Die Technologie
Das Dampfphasenlöten, auch als Kondensationslöten bekannt, nutzt zur Erwärmung
der Baugruppen die bei der Phasenänderung des Wärmeträgermediums, vom gasförmigen
in den flüssigen Zustand, freigesetzte Wärme (latente Wärme). Diese Phasenänderung,
Kondensation findet solange an der gesamten Oberfläche des Lötgutes statt
bis die Baugruppe die Temperatur des Dampfes erreicht hat. Aufgrund der hohen
Dampfdichte und des bei der Kondensation entstehenden Flüssigkeitsfilms findet
der gesamte Erwärmungsprozess in einer sauerstofffreien Umgebung statt. Die
übertragene Wärmemenge verhält sich linear zur zugeführten Heizenergie.
Durch diese physikalischen Grundsätze ergeben sich folgende Vorteile:
- Keine Überhitzung der Bauelemente da der Siedepunkt des Wärmeübertragungsmediums
die maximale Löttemperatur bestimmt. Dadurch uneingeschränkt für die Verarbeitung
von Baugruppen mit bleifreien Loten einsetzbar.
- Gleichmäßige Erwärmung an der gesamten Baugruppe auch bei unterschiedlichen
Bauteilen und Massen.
- Oxydationsfreier Lötprozess ohne zusätzlichen Einsatz von Schutzgasen.
- Effizienter Energieeinsatz durch den hohen Wärmeübertragungskoeffizenten
des Mediums im Vergleich zu Luft, Stickstoff oder Strahlung. Dadurch reduzieren
sich die Betriebskosten im Vergleich zu den bekannten Löttechnologien
wie Strahlung und Konvektion erheblich.